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Tag 5 - Festakt: 40 Jahre GSO

osthessen-news, Beitrag von Stefanie Harth, Fotos: Gerhard Manns

Endspurt am Obersberg im Zeichen von Fair Play und Respekt

Auf die Zielgerade bog am heutigen Freitagmittag die Gesamtschule Obersberg (GSO) ein. Nach einer „sportlichen“ Woche, die unter dem Motto „Olympia ruft – Mach mit!“ stand, setzte die GSO mit ihrem Festakt zum 40-jährigen Bestehen im Audimax zum Endspurt an. Dem olympischen Gedanken folgend, lag das Hauptaugenmerk auf Fair Play, Respekt, Miteinander und der Vermittlung von Werten.

„Schulleben geht weit über den Unterricht hinaus“, betonte Schulleiterin Kerstin Schmidt, die es bewusst vermied, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen, sondern ihren Blick auf das Hier und Heute lenkte. „In vielen Bereichen passiert mehr, als reine Wissensvermittlung.

Die GSO ist stolz darauf, dass sich die Schwerpunkte – Musik, Sport, Gesundheitsförderung, Schach – zu festen Bestandteilen des Schulalltags gemausert haben. Ziel sei es, laut Kerstin Schmidt, das Niveau an Lebendigkeit zu erhalten. „An der GSO ist´s cool“, sangen die Schüler der fünften und sechsten Klassen (Vorchöre) inbrünstig. „An der GSO, da hat man Spaß!“ Dass die Gesamtschule auf dem Berg sich stark gewandelt und entwickelt hätte, unterstrich Landrat Dr. Michael Koch in seinem Grußwort, der symbolisch ein rundes Leder an die Schulgemeinde überreichte. Fußballtore sowie die Erweiterung und Verwandlung des Schulhofs der Fünfklässler in ein naturnahes „Klassenzimmer im Grünen“ werden folgen.

„Danke, dass sich die GSO mehr und mehr ins Stadtleben einbringt“, bekräftigte Bürgermeister Thomas Fehling, während Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg das pädagogische Engagement seitens der GSO lobte. Amtsleiterin Anita Hofmann nutzte die Gelegenheit, Schulleiterin Kerstin Schmidt eine Rezertifizierungs-Urkunde zu überreichen. Für weitere vier Jahre darf sich die GSO mit dem Titel „Gesundheitsfördernde Schule“ schmücken. „Sport hält jung, Musik gibt Schwung“: diese Grußbotschaft sendeten Anna und Lisa Hahner, die weltweit schnellsten Marathon-Zwillinge, auf den Berg.

Zurück zum Fair Play: Einen höchst kurzweiligen Vortrag hielt „Überraschungsgast“ Lutz Wagner. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter zog von der ersten Minute an mit Tiefgang, Spitzfindigkeit und Humor die Zuhörerschaft in seinen Bann. „Solche Veranstaltungen sind super. Man wird mit viel Applaus begrüßt und verabschiedet, was Schiris auf dem Rasen eher selten widerfährt“, scherzte der 53-jährige Südhesse, der seinen Erfahrungsschatz für die Tätigkeit als Redner nutzt und Fair Play als eine Berufung begreift. Respekt, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit seien tragende Säulen dieses sportlichen Verhaltens, das weit über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgehe. Lehrer seien Projektleiter, eine Art „Anwälte des Guten“.

Respekt sei nichts anderes, als die ehrliche Anteilnahme an der Arbeit des Gegenübers. Selbstverständlich ließ es sich Lutz Wagner nicht nehmen, seine Zuhörerschaft an seinem „Spiel“ zu beteiligen. „Muss ich jetzt die rote Karte oder doch eher die gelbe Karte zücken?“, fragten sich die geladenen Gäste, nachdem der Ex-Schiri ihnen ein paar knifflige Situationen und strittige Spielszenen, die im nachhinein betrachtet doch recht eindeutig waren, auf der Leinwand präsentiert hatte. Momententscheidungen eben.

Die Darbietung von „One Moment in Time“, Song der Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul, den einst „Goldkehlchen“ Whitney Houston schmetterte, entpuppte sich als krönender Abschluss eines unterhaltsamen Festaktes. Gemeinsam eroberten die Chöre, Orchester und Musikgruppen der Obersbergschulen die Herzen des Publikums im Sturm. Frenetischer Applaus. Respekt!

 



 

 

 

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