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Eine Woche ohne Plastik

Gesamtschule Obersberg engagiert sich für Klimaschutz

Beitrag aus der Hersfelder Zeitung vom 12. Juli 2019

Bad Hersfeld. Was können eigentlich die Schüler und deren Schulen für den Klimaschutz tun? Um eine Beantwortung dieser Frage bemühten sich in den letzten Monaten viele Schulklassen der Gesamtschule Obersberg (GSO) in Bad Hersfeld. Dafür entwickelten die Schüler sogar ein Konzept für die erste „plastikfreie Woche“ an der Schule. Es fing damit an, dass zwei neunte Klassen im Biologieunterricht das Thema Plastik behandelten. Dabei lernten sie, dass die Umwelt durch Plastik immens verschmutzt wird.

Daraufhin unternahmen die Schüler der beiden Klassen den Versuch, zwei Wochen lang so viel Plastiknutzung wie möglich zu vermeiden. Um zu überprüfen wie erfolgreich die „Plastikfreie Woche“ war, wurden die Schüler dazu aufgefordert ihre benutzten gelben Säcke zu zählen. Die Schüler werteten anschließend alle Ergebnisse aus und konnte eine Einsparung von 50 Prozent Plastik feststellen. „Die Schüler fanden heraus, dass man in einigen Lebensbereichen, wie zum Beispiel beim Einkaufen von Lebensmitteln, insbesondere Gemüse, auf Plastik verzichten kann, denn nicht alles ist in solchem verpackt“, erklären die beiden, für das Projekt verantwortlichen, Lehrer Özgür Kutluay und Luisa Karges. Manche Schülerinnen und Schüler entschieden sich dazu, beim Einkaufen auf bereits benutzte Plastiktüten von zuhause zurückzugreifen, statt immer neue zu kaufen.Andere nahmen sich auch feste Behälter, wie Einmachgläser oder Schüsseln für den Transport von Lebensmitteln mit. Dies funktioniert auch beim Metzger, welcher das eingekaufte Fleisch in die mitgebrachte Tupper-Dose, statt in Papier oder Plastiktüten einpackt. Ebenfalls verzichteten sie auf Dinge wie “To-Go-Becher“, da sie nach einmaliger Nutzung, nicht mehr benutzbar sind. Die teilnehmenden Klassen waren sich einig, dass die Behandlung des Themas ihre Aufmerksamkeit und ihre Sensibilität für das Problem geweckt hat. Daher sollte die „plastikfreie Woche“, nicht nur im Biologieunterricht, sondern in der ganzen Schule stattfinden. Sechs Schüler hatten jedoch noch nicht genug und wollten einen weiteren Beitrag zur Bewusstmachung des Problemes leisten. 

Deshalb starteten sie die Initiative „#GSOStartsMoving“, deren erster Beitrag ein Lehrvideo ist, indem verschiedene Szenarien zum Thema Klimawandel, mithilfe von Legofiguren dargestellt werden. Diese zeigen, dass aktuell schöne Orte oder Aktivitäten aufgrund des Klimawandels schon sehr bald der Geschichte angehören könnten. Die GSO hofft, dass durch ihre Initiative weitere Beiträge und Denkanstöße folgen, welche Aufmerksamkeit erregen und vor allem Schüler zum Handeln motivieren.

 

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