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Die Herzen der Menschen berührt

Drei ausverkaufte Konzerte unter der Leitung von Ulli Meiß in der Stadtkirche

Beitrag aus der Hersfelder Zeitung vom 7. Dezember 2019

Bad Hersfeld – Sie berührten mit ihrer Musik die Herzen der Menschen in der am Wochenende gleich dreimal komplett ausverkauften  Stadtkirche – das Weihnachtskonzert des Chores der Modellschule Obersberg und der Gesamtschule Obersberg sowie des Blechbläserensembles der MSO, der GSO und der Konrad-Duden-Schule war ein klang- und stimmungsvolles Erlebnis in einem Kirchenraum, der von allen Seiten zum Klingen gebracht wurde. Mit stehendem Applaus revanchierte sich das begeisterte Publikum. 

Musikalisch zogen die beiden Ensembles mit ihrem Leiter Ulli Meiß buchstäblich alle Register. Den Rahmen bildete das traditionelle Adventslied „Herbei, O ihr Gläub’gen!“, das in der sehr energiegeladenen Interpretation von Chor und Bläsern am Anfang und am Schluss einen deutlichen Aufforderungscharakter zeigte.
Traditionelle und internationale Weihnachtslieder wechselten mit spritzig arrangierten Bläsersätzen. Dabei fehlten weder populäre und altvertraute Weisen wie „In dulci jubilo“, oder „Es ist ein Ros entsprungen“. Bei Georg Friedrich Händels „Joy to the World“ und Henry Purcells „Sound the Trumpet“ wurde barocke Klangpracht hörbar und das Lied „Die wunderbare Zeit ist nah“ zauberte einen Hauch Märchen und Sehnsucht nach weihnachtlichem Familienidyll in die Herzen der Zuhörenden. Darüber hinaus waren internationale Hits wie „Rudolph, the red nosed Reindeer“ oder „Santa Claus is coming to Town“ zu hören. Während im ersten Teil eher besinnliche Stücke auf dem Programm standen, kamen im zweiten Teil Bilder von weißen Winterlandschaften und Schlittenpartien auf, bei denen der amerikanische „Sleigh Ride“ und der darauf folgende „Russian Sleigh Ride“ musikalische Verbindungen zwischen zwei Erdteilen schufen, bei dem man den Pulverschnee richtiggehend stieben hören konnte. Björn Diehl setzte hier am Schluss noch einen augenzwinkernden Schlusspunkt, indem er mit seiner Trompete ein wieherndes Schlittenpferd imitierte.
Mit strahlendem Klang und sauberer Intonation überzeugten die Sängerinnen und Sänger, die zudem unter Beweis stellten, dass junge Menschen auch mit traditioneller Musik kreativ und gekonnt umgehen können. Souverän, energiegeladen und mit brillantem Klang überzeugten ebenso die Bläser der MSO und der Konrad-Duden-Schule. Sie demonstrierten die große Bandbreite der Möglichkeiten eines eingespielten Bläserensembles. Hervorzuheben ist dabei die eindrucksvolle Leistung der Solisten. Lisann Haßler, Maja Ziehn, Matheus Dzewiecki, Martin Geller, Sven Heidler, Tatjana Beyer und nicht zuletzt Jacqueline Hartwig zogen als Sängerinnen und Sänger das Publikum in ihren Bann, während bei den Bläsern Dirk von Sierakowsky, Björn Diehl, Jens Heinze, Moritz Geißler und Klaus Bartholomäus glänzten. Besonders effektvoll war die geschickte Ausnutzung des Raumklanges in der Stadtkirche durch die Nutzung der Emporen, des Orgelstegs und der Gänge im Kirchenschiff. Nicht zuletzt dadurch kam ein sowohl innerlich als auch räumlich bewegtes Konzerterlebnis zustande. Den Schlusspunkt setzten Chor und Bläser mit einem Weihnachtsliedermedley, das einige „Hits“ in Kurzform vereinte. Verabschiedet wurde das Publikum von einem Spalier aus Sängerinnen und Sängern, die so lange bei Kerzenschein auf dem Kirchplatz sangen, bis auch der Letzte die stimmungsvoll geschmückte Kirche verlassen hatte. Ein Abschied mit Gänsehaut-Garantie.

Bericht von Ute Janssen

 

 

 

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