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Auf der Suche nach den Anfängen der Schulgeschichte

GSO-Schüler forschten im Kreisarchiv und bitten um Mithilfe

„Schau mal da, ich habe was gefunden. Das ist ja voll interessant“, entfuhr es den Schülerinnen und Schülern des WPU-Kurses „GSO-Geschichte(n)“ der Gesamtschule Obersberg nicht nur einmal, als sie in den Archivunterlagen des Kreisarchivs in Bad Hersfeld Hinweise auf die Gründung ihrer Schule entdeckten. Auf der Suche nach den Anfängen der Schulgeschichte durften sie in alten Unterlagen blättern und erhielten interessante Einblick in die Archivarbeit.

Anlässlich des 50jährigen Schuljubiläums der GSO wurde der Wahlpflichtkurs „GSO-Geschichte(n)“ unter der Leitung von Geschichtslehrerin Christina Necke ins Leben gerufen, um die Entwicklung der Schule in einer Chronik zusammen zu tragen. Kein leichtes Unterfangen, wie die Schüler und ihre Lehrerin feststellen mussten. Stapelweise Zeitungsberichte wurden bereits geordnet und eine alte Festschrift gab Aufschluss über die Schule vor 30 Jahren.

Um mehr über die Anfänge der Schule zu erfahren, unternahmen die Zehntklässler eine Exkursion ins Interkommunale Kreisarchiv Nordhessen in Bad Hersfeld, wo archivwürdige Unterlagen der Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder-Kreis und Vogelsbergkreis sowohl analog aufbewahrt als auch digital erfasst werden.

Im Kreisarchiv wurde die Schülergruppe sehr herzlich von den Archivmitarbeitern Franziska Maurer und Björn Glapa sowie dem Leiter des Archivs Dr. Sebastian Kraffzig empfangen. Bei der Führung gab es viel zu entdecken: vom „Schwarzraum“, wo die Schüler erfuhren wie Dokumente vor der Archivierung gereinigt und aufbereitet werden, bis hin zum Magazin, wo regalweise Unterlagen, Zeitungsbände, alte Karten und andere Schriftstücke gelagert werden, erfuhren sie vieles über die Arbeit in einem Archiv.

Anschließend durften die Schüler in Kreistagsprotokollen, Bildern und Zeitungsbänden aus dem Jahr 1976, die die Archivmitarbeiter bereits im Vorfeld herausgesucht hatten, nach Hinweisen zur Schulgründung suchen. Mit jeder Menge Neugier durchforsteten sie die Unterlagen und wurden fündig. „Jetzt haben wir viel historisches Material, mit dem wir weiterarbeiten können. Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch im Kreisarchiv“, sagt Kursleiterin Christina Necke und bedankte sich beim Team des Kreisarchivs für die gute Organisation und Betreuung der Schüler.

„Das Team des Interkommunalen Kreisarchivs hat sich gefreut, die interessierten Schülerinnen und Schüler des Kurses „GSO-Geschichte(n)“ bei ihren Recherchen unterstützen zu können und ihnen die Aufgaben eines Archivs näher zu bringen. Wir würden uns sehr freuen, wenn in Zukunft weitere Schulklassen den Weg in unser Archiv finden, um die Geschichte unserer Region zu erforschen“, so die beiden Archivmitarbeitenden Björn Glapa und Franziska Maurer

Um die Schulchronik nicht nur mit Zeitungsberichten und Verwaltungsdokumenten, sondern mit möglichst vielen Bildern und Erlebnissen aus dem schulischen Alltag der vergangenen 50 Jahre füllen zu können, sind die Schülerinnen und Schüler des WPU-Kurses weiterhin auf der Suche nach interessanten Geschichten und Fotos und bitten alle Leser, die etwas zur Schulgeschichte der GSO beitragen können und möchten, eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zu schreiben.

 

Frau erklärt Schülerinnen, die um sie herum stehen, etwas mit einer alten Mappe in der Hand

"So kommen alte Akten und Unterlagen teiweise bei uns an", zeigte Franziska Maurer den Schülern an einem Beispiel und erklärte, wie man diese fachgerecht archiviert.

 

WPU Kreisarchiv Dokumente web

Nach der Führung recherchierten die Schülerinnen und Schülern zur Schulgründung.

 

Vier Schülerinnen sitzen an einem Tisch mit A3-großen Büchern voller alter Zeitungen, eine Lehrerin schaut ihnen über die Schultern

In den Ausgaben der Hersfelder Zeitung des Jahres 1976 wurden sie fündig.

 

Regale voller alter Akten

Im Interkommunalen Kreisarchiv sind regaleweise Akten archiviert, die teilweise über 100 Jahre alt sind.

 

 

Text und Fotos: Christina Necke