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Tief versunken im Ozean der Klänge

Bewegende Momente beim Jubiläumskonzert zu 50 Jahren Gesamtschule Obersberg

Ein Beitrag der Hersfelder Zeitung vom 14. März 2026

Bad Hersfeld – Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“ hatte die Gesamtschule Obersberg an den Beginn ihres Jubiläumskonzerts zum 50-jährigen Bestehen gestellt. Passender hätte es kaum sein können, denn die überbordende Freude am Musizieren begleitete das Publikum im vollbesetzten Audimax von der ersten Sekunde bis zum letzten Akkord.

Schulleiterin Kerstin Glende zitierte Friedrich Nietzsche mit den Worten „Ein Leben ohne Musik ist ein Irrtum“ und wandelte den Satz in „Eine Schule ohne Musik ist ganz sicher ein Irrtum“ ab. „Musik verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und schenkt Freude“, so die Schulleiterin. „Sie werden es nicht bereuen, heute Abend hier zu sein“, fügte sie hinzu. Und damit sollte sie zu 100 Prozent Recht behalten.

Für das Konzert hatten sich sämtliche musikalischen Ensembles der Schule vorbereitet und boten ein breit gefächertes Programm, das von Vivaldis „Sommer“ über Bigbandklänge mit „Tequila“ bis zu Filmmusik reichte. In immer wieder unterschiedlich zusammengesetzten Formationen bewiesen die Schülerinnen und Schüler, dass die GSO vollkommen zu Recht seit 2007 als Schule mit Schwerpunkt Musik zertifiziert ist.

Mit dabei waren der Schulchor unter der Leitung von Ulli Meiß, die „Young Voices“, geleitet von Anne Rill und Silke Pfannkuch, die Chorklasse 7/8, die von Tatjana Beyer und Lisa Schlitt geleiteten Streicherklassen und das Vororchester sowie die Bläserklassen und die Junior-Bigband unter der Leitung von Andreas Winter.

Dass hinter einer solchen musikalischen Präsentation viel Arbeit, Disziplin und Fleiß stecken, merkte man den jungen Musikerinnen und Musikern kaum an, auch wenn sie stets hochkonzentriert bei der Sache waren. Was im Publikum ankam: Freude am Musizieren und viele wunderbare Klänge.

Bei der großen Zahl der Mitwirkenden konnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass fast die ganze Schule musikalisch aktiv ist. Ob Streicher von der Violine bis zum Kontrabass, ob Bläser von der Querflöte bis zur Posaune – die GSO kann vom großen Orchesterklang bis zum Bigbandsound mit musikalischer Vielfalt punkten.

Auf dem Programm standen Streicher-Arrangements von „A Million Dreams“, während bei „The Final Countdown“ Bläser und Schlagzeug dazukamen. Die Chöre begeisterten mit Liedern wie „Singen ist Glück“, „Cover me in Sunshine“, „Hakuna matata“ oder „Reality“, während die Bläserklassen und die Junior-Big Band heiße Rhythmen von „Chattanooga Choo Choo“, „Hello Dolly“ und Filmhits aus „Indiana Jones“ und „Star Wars“ interpretierten.

Mit einem mitreißenden „We are the World“ und einem zu Herzen gehenden „One Moment in Time“, beides von allen Mitwirkenden gestaltet, ging das beeindruckende Jubiläumskonzert zu Ende. Das Publikum spendete stehende Ovationen und es war fast schade, dass es keine Zugabe gab. „Wir sind stolz auf Euch“, rief Schulleiterin Kerstin Glende den Mitwirkenden zu. Und auch alle Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten und Onkel dürfen wahrlich stolz auf ihre Kinder sein.

Vielleicht werden mit diesem breiten musikalischen Angebot der Gesamtschule Obersberg die Wurzeln für ein lebenslanges Musizieren gelegt – als Hobby oder gar professionell. Und eines ist wie erwähnt sicher: „Ein Leben ohne Musik ist ein Irrtum.“

 

Blick von oben auf die beleuchtete Bühne mit zahlreichen Musikern und Sängern und das Publikum, das stehenden Applaus spendet

Beim Jubiläumskonzert zu 50 Jahren Gesamtschule Obersberg musizierten alle Ensembles gemeinsam

 

Nahaufnahme von 4 Schülern, schwarz gekleidet, die Trompete spielen

Die Bläser interpretieren unter anderem die "Star Wars" -Titelmelodie

 

Nahaufnahme von Schülern, schwarz gekleidet in drei Reihen gestuft hinter einander stehend auf der Bühne, die singen

Besten Chorklang brachten alle Chöre der GSO auf die Bühne

 

 

Text und Fotos: Christopher Göbel für die HZ