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Physik mit Herz

 „Inwiefern ist Elektrizität eigentlich im menschlichen Körper von Bedeutung?“ fragten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse G8a im Rahmen eines Ausfluges in die Kinderklinik des Klinikums Bad Hersfeld.

 

 Mit gespannten Blicken beobachteten die Schülerinnen und Schüler am vergangenen Donnerstag wie sich die Kurven auf dem kleinen Monitor vor ihnen veränderten. Immer wieder ergab sich ein Bild, das sie zuvor bereits in zahlreichen Filmen gesehen hatten – das EKG (Elektrokardiogramm). Dass es sich hierbei um ein grundlegend physikalisches Phänomen handelt, ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Denn ohne Elektrizität wären viele Funktionen unseres Körpers nicht mehr möglich. Wir könnten weder unsere Arme heben, noch könnte das Blut durch unsere Adern strömen. Ausschlaggebend für letzteren Aspekt ist das Herz, der wichtigste Muskel in unserem Körper und Ursprung eines der bedeutendsten kulturellen Symbole.

 „Aber was hat das Herz nun mit Elektrizität zu tun?“ fragte Lucas Sichardt, Assistenzarzt der Kinderklinik, die Schülerinnen und Schüler. Um dieser Frage genauer nachzugehen, erhielt die Klasse im Anschluss einen spannenden Einblick in die Welt der Medizin. Am Beispiel eines Mitschülers lernten sie das Herz nicht nur als Taktgeber unseres täglichen Lebens kennen, sondern erkannten auch schnell, dass die elektrisch verursachte Kontraktion des Herzens am ganzen Körper messbar war. Sogar ein Lachen des Freiwilligen spiegelte sich im EKG wider und sorgte für Erheiterung bei seinen Mitschülerinnen und Mitschülern. Diese notierten sich fleißig ihre Beobachtungen und konnten schließlich selbst die von einem sogenannten Phantom simulierten EKG Bilder eines Herzinfarkts oder des Kammerflimmerns analysieren und erklären.

von Sebastian Kiehl

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