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Anderen etwas Gutes tun - Helfend handeln

Schüler der G7d der Gesamtschule Obersberg entwickeln im Unterricht Motivation, sich für ihre Mitmenschen einzubringen

BAD HERSFELD. "Helfend Handeln" - Unter diesem Thema hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse G7d der Gesamtschule Obersberg im Religionsunterricht mit Caritas und Diakonie beschäftigt. Dabei entstand in der Klasse die Idee, auch selbst anderen etwas Gutes zu tun. In unterschiedlichen Gruppen überlegten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer Dr. Daniel Faßhauer mögliche Projekte, die sie engagiert und motiviert umsetzten: Spendensammlungen, Seniorenbesuche, Müllsammel-Aktionen und Tierheimbesuche standen dabei auf dem Plan.

Den sichtbaren Startschuss an der Gesamtschule Obersberg bot ein Kuchenverkauf, um die Spenden der Bahnhofsmission für ihre Arbeit zur Verfügung stellen zu können. Eifrig bucken die Schülerinnen und Schüler nachmittags und abends Muffins und Kuchen, um diese ihren Mitschülern am nächsten Tag zu verkaufen. Bei dem Verkauf in der zweiten großen Pause war der Andrang sehr groß und die Schüler freuten sich über die zahlreichen Einnahmen, die sie nun der Bahnhofsmission in Bad Hersfeld übergeben wollen.

Eine weitere Gruppe von Schülerinnen besuchte die Seniorenresidenz K&S im Kurpark, brachten Kuchen mit und aßen gemeinsam mit den Bewohnern, bevor sie ihnen noch etwas vorsangen und für die begeisterten Bewohner tanzten und selbstgeschriebene Geschichten vorlasen. Nach dem Besuch zeigte sich die Schülerin Maya Otto begeistert: „Wir wollen auf jeden Fall mit einem größeren Programm wiederkommen.“ Auch ihre Mitschülerin Hanna Heyer zeigte sich begeistert: „Als wir zum Abschluss „Farbenspiel des Winds gesungen haben, herrschte anschließend andächtiges Schweigen und ich merkte, wie alle Personen ihren Erinnerungen und Gedanken nachhingen.“ Die Bewohner der K&S-Residenz reagierten begeistert auf das Programm und Hanna meinte abschließend: „Das Projekt hat mir gezeigt, dass man mit so kleinen Dingen viel Gutes tun und Menschen sehr erfreuen kann.“

Auch einige Schüler der G7d besuchten eine Seniorenresidenz, was die Schüler Tobias Winkeler und Simon Bauer begründeten: „Wir finden, dass man sich auch um ältere Menschen kümmern muss und hoffen, sie freuen sich über unsere Besuche. Außerdem machen wir gerne etwas mit Menschen“ Vor Ort sprachen die Schüler mit den Bewohnern und spielten mit ihnen gemeinsam „Mensch ärgere dich nicht“. Simon betonte: „Das könnte ich öfter machen“, was dazu führte, dass einige der Jungen wenige Tage später erneut in die Seniorenresidenz gingen, um erneut Zeit mit den älteren Menschne zu verbringen.

Während einige Mitschülerinnen und Mitschüler unterdessen mehrmals im Bad Hersfelder Tierheim Tiere ausführten, um diesen eine Freude zu machen, überlegte sich eine Gruppe von Jungen ein ganz ausgefallenes Projekt: Eine Müllsammel-Aktionen im Kurpark. Ziel der jungen Siebtklässler war es, herumliegenden Müll aus dem Park zu entfernen. Mit Mülltüten gewappnet starteten die Schüler im Kurpark und mussten feststellen, dass mehr Müll als erwartet zwischen den Büschen und in den Hecken lag. Marvin Sandner sagte: „Überall lag ein bisschen Müll“, und sein Mitschüler David Doncer ergänzt: „Ich finde es traurig, dass die Leute den Müll nicht in den Mülleimer werfen.“ Florian Winkeler erhofft sich unterdessen eine Vorbild-Wirkung der Aktion: „Ich hoffe, dass uns viele Menschen beim Müllsammeln beobachtet haben und es uns nachmachen.“ Trotz einiger Ängste vor der Aktion sind die Jungen im Anschluss begeistert. „Ich finde es gut, mich für das Müllsammeln entschieden zu haben, denn so habe ich der Umwelt und auch den Tieren etwas gutes getan“, meinte Florian und Jami Grzibek ergänzt: „Am Anfang fand ich es peinlich, aber wir wurden mehrmals angesprochen und als die Leute erfuhren, was wir machen, haben sie uns gelobt.“ Einig waren sich die Schüler, dass es eine tolle Erfahrung war und sie sich nach der Aktion sehr gut fühlten.

Auch Lehrer Dr. Daniel Faßhauer zeigte sich stolz über das Engagement der Klasse: „Es freut mich, dass der Unterricht die Schüler motiviert hat, sich mit Freude für andere einzusetzen. Von so einem Projekt haben nicht nur die Schüler langfristig etwas“, meint er abschließend.

Von Dr. Daniel Faßhauer